Fit für den Winter

Der Winter auf Mallorca ist zwar durchweg milder als in Deutschland und Schnee sieht man praktisch nie, aber es kann trotzdem knackig kalt werden. Der Kamin im Wohnzimmer macht es nicht nur warm, sondern auch sehr gemütlich. Als einzige Wärmequelle wäre das aber sehr unkomfortabel. Natürlich kann man auch die Klimaanlagen zum Heizen benutzen, ein vollwertiger und komfortabler Ersatz für eine normale Heizung sind die Warmluftgebläse aber nicht. Gut, dass das Haus eine klassische Ölheizung hat – schlecht, dass sie schon so alt war. Eine Reparatur machte nicht mehr viel Sinn und so wurde kurzerhand eine neue eingebaut. Gerne hätten wir etwas moderneres, umweltfreundlicheres eingebaut. Auf Basis unseres Nutzungsprofils, der Isolierung des Hauses und den Temperaturen auf Mallorca ist eine Ölheizung aber immer noch das Mittel der Wahl.

Nicht ganz dicht, …

… war das Dach. Während der Sommermonate hat man es nicht gemerkt, aber in Herbst und Winter wurde es ganz offensichtlich. An mehreren Stellen verfärbte sich im Haus die Decke und an einigen Stellen tropfte es bei längerem und starkem regen sogar durch die Decke.
Und die Lösung schien sehr einfach, da einige Dachziegel Risse hatten. Also haben wir alle defekten Ziegel getauscht. Doch beim nächsten großen Regen kam die Enttäuschung: So einfach wird es wohl nicht werden.

Recht zügig kamen ein paar Fachbetriebe, und genauso schnell kam auch die Ernüchterung: Das wird keine Kleinigkeit.

Doch wir hatten großes Glück, dass unsere vertraute gute Seele sich der Sache annehmen konnte. So blieb es eine gehörige Portion Arbeit und an Material wurde auch so einiges verbaut, Ergebnis und Kosten passen aber super zusammen.

Klasse auch, dass vorbewitterte, neue Ziegel verwendet wurden. Damit konnten die noch intakten Ziegel weiterverwendet werden, ohne dass man sofort einen “Flickenteppich” sieht.

Sockel entfernt

Früher war es “der” Außentisch. Betonsockel und geflieste Betontischplatte. Einfache Holzstämme standen lose auf dem Kies und dienten als Sitze. Die Tischplatte hat sich vor einigen Jahren in ihre Einzelteile aufgelöst, der Sockel blieb aber stehen. Jetzt wurde er entfernt.

Lückenfüller

Die Umrandung des Pools ist schon fast historisch. Im Laufe der Zeit haben sich ein paar Teile gelockert und an einigen Stellen gab es Lücken. Die Herausforderung war weniger die Beauftragung eines Maurers – als vielmehr die Beschaffung von Ersatzteile: Säulen aus aktueller Produktion haben andere Abmessungen und sehen auch “zu neu” aus.

Spülmaschine tauschen

Am vorletzten Tag hat dann die Spülmaschine Ärger gemacht. Naja, war sie doch das letzte ältere Elektrogerät in der Küche.
In Deutschland fährt man einfach zum nächsten Mediamarkt, sucht eine neue aus hunderten verschiedenen Modellen aus, geht zur Warenausgabe und nimmt das Ding mit nach Hause. Auf Mallorca? Ja, Mediamarkt gibt es. Die Auswahl ist deutlich kleiner. Fast alles Standalone-Geräte, nicht zum Integrieren gedacht. Aber Einpacken und Mitnehmen? Nichts da. bestellen. Wenn es sehr schnell geht, dann schon innerhalb von zwei Tagen. Normalerweise aber eine Woche oder auch zwei.
OK, Vorführgerät mitgenommen. Der Anschluss super easy – wie gedacht. Aber irgendwie passt es nicht in die Lücke. Siehe da: Bei der alten Maschine wurden an Deckel, und Anbauteilen “Modifikationen” vorgenommen, damit alles unter die Granitplatte passt. Und wenn man sowieso alles passend machen muss, dann kann man auch die Trägerkonstruktion der alten Maschine auf das Format der neuen umbauen. Dann bleibt zumindest ein Teil der Holzfront bestehen. Aus geplanten 30 Minuten wurden so zwar mehrere Stunden – dafür sieht es nicht ganz so fremd aus wie befürchtet.
Nicht gerade unsere Lieblingsbeschäftigung am letzten Tag – aber zumindest sind wir fertig geworden

Wasserfilter und Enthärtungsanlage

Im letzten Jahr haben wir schon Wasserfilter nachgerüstet. Eine Kombination aus Feinfilter, Aktivkohlefilter und UV-Desinfektion. Dieses Jahr haben wir die Enthärtungsanlage ausgetauscht und die Verrohrung entsprechend angepasst. Damit ist das Wasser zwar immer noch nicht vergleichbar zum Leitungswasser in Deutschland – es fühlt sich aber besser an, wenn man damit den Salat wäscht. Am Ende der Arbeiten haben wir dann noch die alle Filter und die UV Lampe erneuert.

Neu: Das Wasser aus der Zisterne geht zunächst in einen (größeren) Vorfilter, dann durch die Enthärtungsanlage, passiert einen Mikro-Feinfilter, läuft durch den Aktivkohlefilter und wird anschließend mit UV Licht bestrahlt, damit Keime abgetötet werden. Dann erst geht es ins Haus.

So sah es vorher aus: Das Wasser aus der Zisterne kam über einen Vorfilter, ging dann durch die (nicht mehr richtig funktionierende) alte Enthärtungsanlage – und dann direkt ins Haus.

Das erste Balkonkraftwerk

Es ist nicht sonderlich groß und es ist auch nicht ideal nach Süden ausgerichtet. Aber das neue Balkonkraftwerk trägt ab sofort ein wenig zur Verbesserung des Energiehaushalts bei. Gerade im Sommer läuft die Poolpumpe fast den ganzen Tag. Und so dürfte ein nicht unerheblicher Teil davon zukünftig von der Sonne getragen werden.

Neue Steuerung für den Pool

Die notwendige Filterleistung des Pools wird von vielen Faktoren beeinflusst. Dazu zählen neben der Beckengröße auch Temperatur, Wetter, Badeverhalten und chemischer Zustand des Wassers. Einfach ausgedrückt:
Im kalten Winter, wenn niemand im Pool baden geht, braucht auch die Poolpumpe das Wasser nicht so lange filtrieren.
Im Sommer, bei hohen Temperaturen und viel “Badebetrieb” muss die Pumpe dagegen sehr lange laufen, damit das Wasser auch wirklich eine Top-Qualität hat.
Bisher hatte die Pumpe eine einfache Zeitschaltuhr. Einmal eingestellt, schaltet sich die Pumpe zu festen Zeiten ein und aus. Änderungen konnten wir nur manuell machen, wenn wir vor Ort sind. Die neue Steuerung kann dagegen aus der Ferne konfiguriert werden und der Zeitplan lässt sich auch automatisch an Uhrzeit, Jahreszeit und Temperatur anpassen.